Bernd's Column: Mehr 6!

Bernd Kuleisa

Sorry, this essay is only available in German language:

Liebe adh-Freunde!

Diese Kolumne hat eine Überschrift, die mir viele Klicks einbringen wird. Und gleich muss ich manche enttäuschen. Es sind fachliche Motive, die mich zu diesem Thema angeregt haben.
Jetzt schnell zum Punkt: Mir gefallen die neuen Modelle sechsteiliger Lachsruten, die adh-fishing anbietet. Gar nicht so für mich selbst, denn ich fahre meist mit dem Auto an den Lachsfluss (Norwegen, Mörrum); aber ich weiß, dass viele Freunde von mir so etwas suchen. Für alle, die wenig Zeit für eine Autoanreise haben (also lieber fliegen…) oder nach Kanada/Alaska wollen oder nach Russland oder nach Argentinien, gilt: Die Zweihand muss in den Koffer passen!
Wir wissen doch alle, dass die langen Röhren oft nicht dort landen, wo wir am Laufband stehen und warten. Und warten! Meist vergeblich.
Oder: Einige Freunde von mir kamen in Rio Grande an und fanden zwar ihre Rutenröhre vor, doch die war in der Mitte eingekerbt wie ein zerbrochener Strohhalm. Vom Wagen gerollt und dann war irgendein Gaucho auf dem Flughafen drübergefahren. Alle Ruten – direkt zerbröselt!!
Und: Ich habe in Trondheim sehr oft erlebt, dass der eine oder andere Kursgast seine Ruten erst am Donnerstag nachgeschickt bekam. Der erste Angeltag war aber bereits Sonntag…
Mit anderen Worten: Zum Ende der Woche durfte der arme Kerl dann endlich mal ein paar Würfe mit seiner eigenen Zweihand machen. Sozusagen zum Abschied…
Ohne Rute am Fluss: So fängt ein Lachsurlaub nicht nur total besch… (beschränkt, wollte ich sagen) an, sondern es kommt eins zum anderen: die Leihrute passt nicht zu den eigenen Schussköpfen, neue Schussköpfe sind aber im Geschäft am Ort ausverkauft, das Werfen läuft nicht, die anderen fangen, man selbst hadert mit dem Gerät…
Selbst meinen Freund Thomas Wölfle, Insidern als Mann mit guten Nerven bekannt, habe ich in solchen Situationen schon völlig humorlos erlebt.

Die Rettung naht!
Ich habe die neuen sechsteiligen LXi T-Pac Zweihand Fliegenruten von Guideline und die Cross S1 Serie von Loop geworfen und auch die Hardy Demon Smuggler getestet. Kurz: Nichts zu meckern, vielmehr viel zu loben.
Die neue Hardy Demon ist ein Einzelstück, aber sehr vielseitig einzusetzen. 14.6’ # 10 – das passt für viele große Gewässer, wo man wirklich eine starke Zweihand braucht (Gaula, Spey, Orkla, Mörrum im Mai, Alaska/Kanada auf Kings). Für alle eingefleischten Hardy-Fans ist das die Lösung! Ich kenne einige Fliegenfischer in meinem Freundeskreis, die nur Hardy-Sachen haben und nichts anderes. Why not?
Die Rute hat eine mittelschnelle Aktion, ist also nicht zu hart. Warum ich das für gut halte, dazu später mehr…

Die Guideline LPX1 T-Pac -Serie bietet mit drei Modellen die volle Palette für moderat große Flüsse bis zum „Big River Fishing“.  Wenn Ihr sehen wollt, wie Profis diese Serie am Em in Schweden testen, dann schaut Euch den Film an, den adh-fishing eingestellt hat.
Was mir gefällt: Die Aktion dieser Guideline-Ruten ist nicht bretthart, sondern die Ruten kommen „aus der Tiefe“; sie laden sich also super auf und federn beim Drill entsprechend gut die Fluchten ab. Das ist wichtig, wenn man nicht zu viele Fische im Drill verlieren will. Ich habe diese Erfahrung nie selbst machen müssen, weil ich harte Fliegenruten nie besessen habe. Aber ein Lachsgast von mir verlor in einer Woche vier Großlachse nach längerem Drill. Die Fische waren also ganz gut gehakt. Da forscht man nach den Gründen: Seine Rute war wirklich extrem unnachgiebig, das stellte ich fest. Und, liebe Freunde, so etwas vergisst man nicht! Der gute Mann war total fertig; einmal im Leben erwischt man eine gute Woche mit vier Großlachsbissen und vergeigt alle. Das ist direkt tragisch.

Die angenehme Aktion ist auch bei den sechsteiligen Loop Cross S1- Ruten vorhanden. Sie sind obendrein von der Ausstattung her noch besser, oberstes Regal (schlank, elegant, tolle Ringe), was sich auch im höheren Preis darstellt.
Die Guideline-Ruten sind jedoch so gut, dass ich jederzeit damit ans Wasser gehen würde. Und eben günstiger. Was tun? Das müsst Ihr entscheiden.

Normal geteilte Lachsruten (dreiteilig, vierteilig) behalten ihre Berechtigung, keine Frage. Aber eine sechsteilige Gerte sollte jeder Lachsfischer haben. Wer viel fliegt, sollte gleich eine solche kaufen, das wäre mein Rat.
Apropos Rat: Wir im adh-Team diskutieren viel, halten uns auf dem neuesten Stand. Das macht jeden Tag, an dem ich dort bin, so spannend.
Selbst der weiteste Weg nach Peine lohnt sich, um die geballte Beratungskompetenz einmal vor Ort zu erleben. Wenn dieser Besuch auf einen Bernd-Samstag fällt, würde ich mich besonders freuen.

Herzlichst!
Euer Bernd

 

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